Burnout
Burnout äußert sich in der Regel durch eine tiefe und anhaltende körperliche wie geistige Erschöpfung. Der Mensch kommt nicht mehr zur Ruhe, der Schlaf ist gestört und sonstige Erholungsaktivitäten führen nicht mehr zur gewünschten Regeneration. Anfangs kompensiert man dies meist noch durch mehr Aktivität bis zu einem Punkt, in dem das innere Feuer so stark lodert, dass es umschlägt in Lethargie, Interesselosigkeit und oftmals Depression. Um die Burnout-Gefahr zu bannen, gilt es, einen achtsamen und liebevollen Umgang mit sich zu erlernen. Burnout will den Betroffenen lehren, den eigenen Wert zu erkennen, der sich nicht nur durch Leistung definiert. Dies ist angesichts unserer Leistungsgesellschaft kein einfaches Unterfangen. Viele alte, oft unbewusste Verhaltensweisen wollen überdacht werden, neue Handlungsstrategien sind bewusst zu erkennen und zu erlernen. Erkennen, was mir gut tut und was nicht, Grenzen ziehen, Energiequellen erschließen, die nähren. All dies sind die Aufgaben in der Burnout-Prävention und in der Heilungsphase. Eine Begleitung in der Phase der Wiedereingliederung in die Berufswelt ist oftmals angebracht und hilfreich. Denn zurück in der alten Umgebung verfällt der Mensch schnell wieder in seine alten Muster, will zurück in das alte Fahrwasser, das wohl bekannt ist. Oftmals erlaubt man sich nicht, sein Leben zu entschleunigen, da eine innere Stimme einen antreibt. Man will nicht schwach sein, seinen Mann / seine Frau stehen wie vor dem Burnout. Das lodernde, selbstzerstörerische Feuer des Burnouts sollte zu einem Feuer der Lebesfreude werden, das wärmt und nährt, einladend und wegweisend.